Einwegsensor zur elektrochemischen Messung von Schwefel in Metallschmelzen
(Heraeus Holing GmbH)
 
Seit vielen Jahren haben Entwickler versucht, einen Sensor zu entwicklen, mit dem man die Schwefelaktivität in heissen Metallschmelzen bestimmen kann. Doch bisher konnte keiner dieser Versuche in industrielle Maßstäbe umgesetzt werden. Heraeus Electro-Nite ist es jetzt gelungen, dieses Problem zu lösen. Die Schwefelbestimmung findet ihre Anwendung während des Entschwefelungsprozesses von heissen Metallschmelzen. Es handelt sich bei den Metallschmelzen um sehr stark verunreinigtes Eisen, das in einem Hochofen hergestellt wurde. Dieses muss verschiedene Schritte von Reinigungsprozessen durchschreiten, bevor es schließlich zum Stahl wird. Der Sensor versetzt den Mitarbeiter in die Lage, den Schwefelgehalt innnerhalb von 20 Sekunden zu bestimmen, dies hat zur Folge, dass die Kosten, die sonst bei einer derzeit üblichen Analyse anfallen, deutlich gesenkt werden. Eine Messung des Schwefelgehaltes vor dem Entschwefelungsprozess, erlaubt einen sehr schnellen Beginn der Schmelzbehandlung. Eine Messung nach dem Entschwefelungsprozess ergibt dann ein unmittelbares Resultat, ob die Behandlung der Schmelze erfolgreich war und wenn notwenig kann die Entscheidung getroffen werden, den Prozess sofort abzubrechen. Versuche haben gezeigt, dass Messungen während des Entschwefelungsprozesses auch durchführbar sind.
 
Stand: 09.09.2004
Siehe auch: http://www.heraeus.com