Rückgewinnung von Aromastoffen aus der Gärungskohlensäure bei der Weinherstellun
(CLEMENS & Co.GmbH, Maschinenfabrik)
 
Statt das bei der Weingärung frei werdende CO²- wie bisher üblich- in die Atmosphäre abzuführen, gelangt das Gärgas in zwei nachgeschaltete Kondensatoren. Darin kondensieren die flüchtigen, vom CO²-Gas transportieren und während der Gärung gebildeten Aromastoffe. Die beiden Kondensatoren sind so konzipiert, dass sowohl eine möglichst große Kondensationsfläche, ein guter Ablauf des Kondensates (Aromas), als auch gute hygienische Bedingungen erzielt werden. Zusätzlich wird auf eine optimale Ausnutzung der zugeführten Energie geachtet. Die Kondensatoren sind mit Hilfe von zwei Kühlaggregaten auf 0°C bzw.
–10°C gekühlt. Diese Temperaturen werden deshalb gewählt, weil sie die Rückgewinnung wirtschaftlich erscheinen lassen. Eine tiefere Temperatur wäre insofern kontraproduktiv, weil dann auch die schwefelhaltigen Aromakomponenten (z.B. Merkaptane), die im Wein unerwünscht sind, gewonnen würden. Die auskondensierte und aufgefangene Aromaflüssigkeit wird eingefroren und kurz vor der Füllung dem Wein wieder in abgestimmter Konzentration zugegeben.
 
Stand: 05.09.2003
Siehe auch: http://www.clemens-online.com