Der PGI-Motor von MAN Diesel - Gasmotor mit neuartigem Zündverfahren
(MAN Diesel)
 

Im Frühsommer 2006 präsentierte MAN Diesel auf der Fachmesse PowerGen Europe in Köln erstmals den innovativen neuen Gasmotor 32/40PGI. Die drei Buchstaben stehen für "Performance Gas Injection" und beschreiben ein völlig neues Hochenergie-Zündsystem. Zwei leitende Mitarbeiter von MAN Diesel hatten die zündende Idee für den neuartigen PGI-Gasmotor. Prof. Dr.-Ing. Wolfram Lausch und Dr.-Ing. Günther Bozung (im Ruhestand) machten sich Gedanken, wie die technischen Grenzen, die bislang die Leistungsfähigkeit von Gasmotoren eingeschränkt haben, zu überwinden wären. "Unser PGI-System erzeugt eine Zündenergie, die bis zu 100.000 Mal höher ist als die stärkste bekannte Zündkerze bei um ein Vielfaches verlängerter Lebensdauer der beteiligten Bauteile. Das System ist daher die Basis für einen Motor, der die hohe Leistungsdichte und den hohen Wirkungsgrad eines Dieselmotors mit den Vorteilen eines schadstoffarmen Gasmotors verbindet", beschreibt Wolfram Lausch seine Erfindung.

Beim 32/40PGI handelt es sich um einen Ottomotor ohne Zündkerzen, aber mit dem Mitteldruck und dem Wirkungsgrad eines Dieselmotors sowie den sehr niedrigen NOx-Emissionen der besten Ottomotoren. Der erste am Markt eingeführte Motor zielt mit einem Leistungsbereich zwischen fünf und acht Megawatt auf Stromerzeugungs-Anwendungen ab, häufig auch in Blockheizkraftwerken mit Kraft-Wärme-Kopplung. Der erste 32/40PGI läuft im Heizkraftwerk des Augsburger Stammwerkes von MAN Diesel und liefert Elektrizität für die Hochfrequenz-Schmelzöfen der Gießerei und thermische Energie für Raumheizung und Arbeits-prozesse. Die ersten verkauften Motoren gehen nach Russland und Argentinien.
 

Stand: 14.01.2008